insideDaily 44/18Rearview Mirror - Class C 2018-2
In der Truck Series sind nun ebenso schon vier von neun Rennen abgehakt. Maik Steinicke, der übrigens sein ersten VO Rennen bereits 2004 absolviert hat, ist seit dem letzten Rennen neuer Tabellenführer. Er hat dabei das gleiche Prinzip genutzt, wie Mark Kiss in der B: Konstante Rennergebnisse. Als einziger Fahrer war er in allen Rennen in den Top10, drei Mal sogar in den Top5. Damit liegt er auch ohne einen Sieg sechs Punkte vor Zsolt Balyi und Ian Cornish.
Zsolt konnte sich zwar letzte Woche die Pole holen und war davor nie schlechter, als P6, doch in Kansas reichte es nur für den elften Rang. Bei der aktuellen Leistungsdichte an der Spitze der Serie, war das genug um die Meisterschaftsführung zu verlieren.
Punktegleich steht Ian in der Tabelle. Der Brite schied beim Saisonstart aus und verpasste so sehr viele Punkte. Danach folgte jedoch eine Aufholjagd, die fast nicht besser hätte laufen können. Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz hat er den Anschluss in der Tabelle wieder hergestellt und zeigt auch hier in seiner VO Rookie-Saison seine Titelambitionen.
Weitere fünf Plätze dahinter liegt Roman Mathis, der nach 10 Jahren, 1 Monat und 1 Tag seinen zweiten VO Sieg beim Saisonauftakt feiern konnte. Auch der neunte Rang in Bristol und der zweite Platz letzte Woche in Kansas haben ihn weiter oben in der Wertung gehalten. Einzig in Las Vegas sah er nicht das Ziel und wurde als 22. gewertet.
Doch auch auf den weiteren Rängen bleibt es weiter dicht gedrängt. Bis zum elften Platz liegen die Fahrer innerhalb von 34 Punkten, so dass zumindest theoretisch hier ein einziges Rennen für eine komplette Wende sorgen könnte. Erst Markus Fluch auf P12 liegt mehr als die 40 Punkte, die ein Sieg bringt, hinter Maik.
Es lässt sich daher nur schwer sagen, was man in den nächsten Rennen erwarten kann. Zum einen scheint Ian von einem Sieg zum anderen fahren zu wollen, Maik, Zsolt und Roman sind jedoch mit konstanten Rennen teilweise noch vor ihm. Mit Talladega steht sowieso eine große Lotterie und die Angst vor dem Big One vor der Tür. Doch auch Texas wird nicht deutlich langsamer und bietet Raum für Draft-Duelle. Erst mit dem ISM Raceway wird es wieder etwas langsamer, so dass hier Fahrer mit Gefühl im Bremspedal gefragt sind. Kurz vor Saisonende wird es dann in Homestead wieder eine Windschattenschlacht geben, bevor Iowa auf dem Plan steht. Der Short Track sollte für Action zum Saisonfinale sorgen, Ian konnte aber schon in der Class B seine Stärke auf dem Kurs zeigen.
Bei den Trucks sieht es dennoch im Moment danach aus, dass am Ende der Fahrer den Titel holt, der all diese Rennen mit den wenigsten Fehlern übersteht. Immerhin sind selbst jetzt die ersten beiden Piloten in der Wertung die einzigen aus den Top5, die in dieser Saison noch keinen Sieg verbucht haben.