insideWeekly 18/18Saisonrückblick Class A 2018-2
Marc Melcher ist als großer Favorit in die zweite Saison 2018 gestartet und konnte in der ersten Hälfte direkt 75% seiner Rennen gewinnen und sammelte so bis zur Saisonhälfte einen Vorsprung von 40 Punkten. Die Meisterschaft schien damit bereits zum Greifen nah zu sein, doch zwei verpasste Rennen warfen ihn stark zurück. Mit einem Sieg in Martinsville schien das Verhältnis wieder zurecht gerückt zu sein, ebenso waren die zwei zweiten Plätze danach ein guter Schritt in Richtung Titel. Ab dem 15. Rennen in Homestead kam jedoch der große Rückschlag, mit dem niemand mehr gerechnet hatte. Nicht nur der 22. Rang aus Miami, sondern direkt im folgenden Rennen auch der 16. Platz stellten gut 30 Punkte Verlust dar. Da Marc die letzten zwei Rennen auch noch verpasste, war die Messe für ihn regelrecht gelesen. Am Ende reichte es trotz sieben Siegen und Poles und zwölf Top10 Ergebnissen in 14 Rennen nur zu Platz drei der Wertung mit 57 Punkten Rückstand.
Gabriel Stöhr ging dagegen sehr holprig in die Saison. Trotz einem guten vierten Platz beim Saisonauftakt, fehlte er direkt beim zweiten Rennen und musste sich so nach und nach durch die Wertung nach oben arbeiten. Mit Bravur blieb er in den folgenden 16 Rennen sehr konstant und verpasste nur in Las Vegas die Top10. Gleichzeitig war er elf Mal in den Top5 zu finden und startete seine Aufholjagd direkt mit dem ersten von drei Siegen in der Meisterschaft. Mit sieben Top5 Ergebnissen war er zudem so konstant unterwegs, wie kaum ein anderer, so dass er am Ende schließlich mit 31 Punkten Rückstand dritter der Wertung wurde.
Kevin Adam war in dieser Saison der Dauerrivale von Marc und der zweite Favorit auf den Titel. Während er in der ersten Hälfte sich stetig mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste, war mit dem achten Rennen in Charlotte wohl endlich der erhoffte Knoten geplatzt und Marc auf der Strecke geschlagen. Es sollten zwar nur zwei Siege folgen, aber mit neun Top5 Rennen in Folge konnte er sogar Gabriel überbieten. Der Lohn war die erfolgreiche und verdiente Titelverteidigung in der Class A. Mit den drei Siegen und 15 Top5 konnte er zudem seine Statistik von 2018-1 steigern.
Robert Schweda konnte zwar vier Siege verbuchen, seine Saison bestand jedoch aus einem stetigen Wechsel aus Hochs und Tiefs. Er wurde damit vierter vor Daniel Adam. Letzterer hatte nicht den besten Start in die Saison erwischt, konnte aber ab kurz vor der Hälfte der Meisterschaft mit einer Serie von zehn Top10 Rennen beginnen und sich so auf P5 der Wertung platzieren. Daniel holte sich aber zugleich auch noch den Fairplay-Award, indem er in seinen 17 Rennen mit 2900 Runden nah am Maximum war und sich zudem nix hat zu Schulden kommen lassen. Die Top5 in der Meisterschaft ist damit noch um so verdienter.
Salva Lopez wurde elfter der Meisterschaft, konnte sich aber den Rookie of the Season Award sichern. Zwar blieb der fünfte Platz vom zweiten Saisonrennen in Bristol sein bestes Ergebnis, aber er war sehr regelmäßig unter den ersten 15 Fahrern zu finden und konnte gleichzeitig fast eine saubere Weste behalten. Einzig bei seinem letzten Start in Pocono löste er einen Unfall aus. Salva hat damit eine sehr solide Basis geschaffen und sollte durch seine saubere Fahrweise ein Kandidat für die Top10 sein.
Rising Star Motorsports holte sich den Titel in der Teamwertung und konnte mit dem zwölften Titel in der Liga mit HLR als erfolgreichstes Team gleich ziehen. Achtung, Spoiler: RSM konnte sich auch den Titel in der Class C sichern und steht kurz vor dem Sieg in der Class B. Da HLR nur den Class D Titel hat, könnte RSM durch die Class B zum aktuell erfolgreichsten Team werden.
In der Class A wurde X-treme Motorsports mit 82 Punkten Rückstand zweiter, nur einen Zähler dahinter positionierte sich SDC Motorsports.
Insgesamt sind in dieser Saison von 46 für 22 verschiedene Teams angetreten und haben in 18 Rennen 3102 Runden, bzw. 4179 Meilen hinter sich gebracht. Davon wurden nur 374 Runden in 91 Caution verbrachten, was einen Schnitt von 5 Cautions pro Rennen bedeutet. Dagegen wurde die Führung 153 Mal, bzw. durchschnittlich 8,5 Mal pro Rennen zwischen 4,6 Fahrern gewechselt.
Während in der zweiten Saisonhälfte fünf neue Fahrer hinzu gekommen sind, waren im Schnitt über 25 Fahrer pro Rennen anwesend. Zwar ist es normal, dass am Ende einer Saison, gerade bei 18 Saison Rennen, weniger Fahrer anzutreffen sind, doch in der Class A hat sich der Schnitt gegenüber der ersten Saisonhälfte nur um 3 Fahrer verringert. Da selbst auf dem 17 Platz der Wertung noch Fahrer zu finden sind, die an allen Rennen teilgenommen haben, zeigt es, wie konstant in der Serie angetreten wird. Dies macht Hoffnung auf weitere gute Saisons, in denen die Verbundenheit der Fahrer und Qualität der Rennen für angenehm volle Felder sorgt. Und man sollte dabei auch nicht vergessen, wie spannend und ungewiss der Ausgang der Meisterschaft bis in die letzten Rennen war.