insideDaily 171/19Lost Tracks - Lakewood Speedway
Zwar kennt jeder den Atlanta Motor Speedway, aber bereits 1916 wurde ein anderer Kurs im gleichen Großraum eröffnet. Der Lakewood Speedway war ein 1 Meilen Dirt-Oval und zudem das 'Indianapolis of the South'.
In den Anfangstagen wurden zwar hauptsächlich Pferderennen auf der Strecke ausgetragen, aber bereits seit 1917 waren auch Fahrzeuge auf der Strecke unterwegs. Bis in die 30er Jahre gewann die Anlage dabei immer mehr an Beliebtheit, so dass Champ Cars, Midgets, Modifieds, Motorräder, Pferde und auf dem See in der Mitte auch Boote ihre Rennen austrugen.
Nach dem zweiten Weltkrieg folgte zuerst die National Stock Car Racing Association, bevor ab 1951 auch die NASCAR nach Atlanta kam. Doch der Cup war nicht lange auf dem Lakewood Speedway, da bereits 1960 der Atlanta Motor Speedway eröffnete. Zwar wurde Lakewood 1967 asphaltiert und auch Evel Knievel sorgte 1972 für PR an der Strecke, doch das änderte nicht mehr viel. Ohne die NASCAR fehlten die Zuschauer und somit auch das Geld, so dass 1979 der Rennbetrieb eingestellt wurde.
In den folgenden Jahren verwucherte ein Großteil des Kurses, die Haupttribünen blieben bis heute erhalten. Den See gibt es jedoch nicht mehr.
Die Strecke war dafür auch in 'Smokey and the Bandit' zu sehen und sorgte zugleich in der NASCAR für ein recht ungewöhnliches Rennen. 1959 sollte Richard Petty hier seinen erste Sieg einfahren, während sein Vater Lee Petty zweiter wurde. Lee Petty protestierte gegen das Rennergebnis und bekam sogar recht, so dass dieser nun der offizielle Sieger war. Aber Richard konnte ja schließlich danach noch 200 weitere Rennen gewinnen.