insideDaily 198/19Track Spotting - Texas Motor Speedway
Texas, Atlanta und Charlotte haben ein sehr ähnliches Layout und dennoch unterscheidet sich jede Strecke auf seine Art und Weise voneinander.
1997 kam Texas in den Kalender der NASCAR, indem man (wie bereits in der insideDaily 52/18 erwähnt) North Wilkesboro geschlossen hat. Das zweite North Wilkesboro Rennen ging dagegen an New Hampshire, so dass man noch einen weiteren Termin für Texas' zweites Rennen finden wollte. Dafür wurde schließlich auch North Carolinas Rockingham aus dem Kalender entfernt.
Noch während der Bauzeit hieß das Gelände übrigens 'Texas International Speedway', jedoch hatte schon ein Short Track namens 'Texas Thunder Speedway' diese Namensrechte. Somit wurde das übliche 'Motor Speedway' angehangen, was aber auch nicht mit dem 'Texas World Speedway' zu verwechseln ist. Da muss man doch echt zugeben, wie fantasievoll Texaner sind.
Bereits 1998 gab es die ersten Überarbeitungen an der Strecke, 2002 musste erneut neuer Asphalt aufgelegt werden. Darauf war Texas der schnellste Kurs der NASCAR, auf der es keine Restrictor Plates gab. Dieser griffige Asphalt hat aber schnell gelitten und so ist Atlanta wieder schneller geworden. 2011 hat man schließlich zum ersten Mal ein Nachtrennen in Texas in den Kalender der Cup Series aufgenommen, während gleichzeitig der Apron wieder neuen Belag bekam. 2014 hatte man schließlich die größte HD-Videoleinwand der Welt aufgebaut und den liebevollen Namen 'Big Hoss' (zu deutsch: Großer Bulle) gegeben. In Texas ist ja alles größer und so misst diese Leinwand stolze 66x29 Meter. Gleichzeitig wurden aber auch für die Sitzplätze auf der Gegengeraden keine Tickets mehr verkauft.
Texas hätte zudem fast das schnellste CART Rennen gehabt. Beim Training zum Rennen 2001 waren die Fahrzeuge deutlich über 230 mph schnell, die Fahrer mussten dadurch aber über 5 G Fliehkräfte aushalten. Zur Folge beschwerte sich fast das gesamte Feld über Übelkeit, so dass man aus Angst vor einem Blackout eines Fahrers das Rennen kurzfristig absagte. Die Geschwindigkeiten ohne Draft waren im Schnitt selbst 10 mph schneller, als in der IRL mit Draft. Im Rennen hätte man somit knapp an der Grenze zu 400 km/h gekratzt.