insideDaily 83/18Track Spotting - Kentucky Speedway
Kentucky wurde in der VO bisher nur 23 Mal gefahren und gehört damit zu den eher wenig genutzten Strecken. Mit NR2003 waren es sogar nur fünf Rennen innerhalb der Truck Series, der Cup hat bei uns nur vier Rennen erlebt. Alexander Abraham hat dabei nicht nur einen Cup-Sieg, sondern mit vier Siegen insgesamt auch die Bestmarke der 15 verschiedenen Sieger. Übrigens konnten auch nur fünf davon mehr als einen Sieg feiern.
Auch im realen Cup gibt es kaum Sieger, da die NASCAR mit der höchsten Klasse erst 2011 an die Strecke kam. Dabei wurde bereits 1998 angefangen die Strecke zu bauen, bevor sie 2000 fertig gestellt wurde. In diesem Jahr holte man sich auch gleich die Truck Series nach Sparta, Kentucky. Nur ein Jahr später sollte die Busch Series (die heutige Xfinity Series) folgen.
Der Cup sollte aber noch auf sich warten lassen. Die Streckenbetreiber gingen gegen die NASCAR und die International Speedway Corporation vor Gericht. Der Prozess dauerte bis 2008, bevor Speedway Motorsports Inc. die Strecke kaufte. Aber der ehemalige Streckenbesitzer stand weiter gegen die NASCAR vor Gericht, bevor schließlich 2010 eine Einigung gefunden werden konnte.
Erst damit war die NASCAR bereit auch ein Cup Rennen hier zu veranstalten, doch die Probleme endeten nicht. Die Strecke war nicht auf die Besucherzahlen ausgelegt und so blieben 20.000 Menschen noch vor dem ersten Rennen im Stau stecken, ohne das Rennen sehen zu können. Selbst Denny Hamlin hätte dadurch fast das Drivers Meeting verpasst. Doch man reagierte und nicht nur die Tickets waren für den Rest der Saison auf jeder anderen Strecke gültig, sondern auch ein Jahr später beim zweiten Rennen. Gleichzeitig wurde die Logistik rund um die Strecke deutlich verbessert, um dieses Problem nicht mehr zu haben.
Während bereits 2014 nun der Asphalt veraltet war und für Probleme sorgte, hatte Jeff Gordon 2015 hier sein letztes Rennen auf der Strecke. Es blieb jedoch der einzige Kurs im Cup, auf dem Gordon nie gewinnen konnte. Ein Jahr später wurde die Strecke überholt und der Asphalt so behandelt, als wäre er bereits fünf Jahre alt, damit die Strecke 'Charakter' hat. Gleichzeitig wurden mittlerweile auch die logistischen Probleme für die Fans eliminiert.